Sonntag, 17. Mai 2015

Vom frühjährlichen Putzdrang und Aufräumaktionen {neues Rezepteregister, neuer Header} ♡

Hallo ihr Lieben ♡

Woher kommt im Frühling plötzlich immer dieses Gefühl, das uns weismachen will, dass wir alles auf Hochglanz polieren müssen und uns dazu bringt, unsere ganze Umgebung auf den Kopf zu stellen?
Es sollte ja eigentlich für mehr Ordnung sorgen, verursacht aber meistens, im Nachhinein gesehen, ein noch größeres Chaos, als vorher da war. Da stellt sich einem schon die Frage, warum der ganze Wahnsinn wenn's doch keinen Sinn hat? ;) Außerdem stört uns die Unordnung unter dem Jahr ja auch nicht...

Manchmal hat dieses "Altes-Rausschmeißen" und "Platz-für-Neues-Schaffen" aber auch einen positiven Effekt. Viel Platz für Neues bedeutet nämlich auch viel Platz für Licht und "frischen Wind". Deshalb habe ich mit dem Aufräumen angefangen. Zuerst nur in der Wohnung und eigentlich wäre das auch genug gewesen. Da aber eine Chaos-Quelle nicht reicht, wurde dann auch der Blog "Opfer" meines Frühjahrsputzes. Und das Ergebnis dieser Aufräumaktion seht ihr hier:



Was ist neu? 
Ich glaube es ist nur unschwer zu erkennen, dass ein neuer Header den Blog schmückt :)
Hier und da gibt es ein paar kleine neue Grafiken, aber sonst hat sich nicht großartig etwas verändert.
Die größte Veränderung ist wohl das neue Rezepteregister. Wobei ich, etwas peinlich berührt, zugeben muss, dass das vorher nicht wirklich als solches bezeichnet hätte werden können... 
Jetzt kann es sich finde ich sehen lassen und auch tatsächlich genutzt werden. Alles ist ganz ordentlich in Kategorien gegliedert. Na, was sagt ihr? Kein Vergleich zu vorher, nicht? ;) 

Soweit ist das alles. Die Betonung liegt auf soweit. Ich kann nicht versichern, dass der Frühjahsputz für mch damit erledigt ist. Vielleicht komme ich ja noch auf etwas drauf, das verändert werden muss. Damit genug Platz für den wirklich lang ersehnte Frühling ist.

Wie schaut es bei euch aus? Tobt ihr euch auch gerade aus, oder habt ihr das schon hinter euch? Oder gibt es vielleicht den ein oder anderen, dem dieses "Aufräumvirus" nichts anhat?

Donnerstag, 30. April 2015

Wenn die To-Do-Liste kein Ende nimmt {fast ein Lemon Angel Food Cake} ♡

Hallo ihr Lieben 

Kennt ihr das? Vor einem liegt ein Stapel voller Arbeit, der scheinbar kein Ende nimmt und während die To-Do-Liste immer länger wird, wird die Zeit immer knapper. Ich hasse dieses Gefühl wirklich. Und gerade hatte ich Klausurenphase, also war das Dauerzustand bei mir. Es gibt dann immer so vieles, das erledigt werden muss und zu Dingen, die einem/mir wichtig sind, so wie ihr zum Beispiel, komme ich einfach nicht.

So, genug gemeckert. Jetzt ist das alles erstmal vorbei. Zumindest habe ich eine kleine Verschnaufpause, bevor es wieder losgeht.
Vor ungefähr zwei Wochen hatte ich zwischendurch, eingequetscht zwischen den ganzen Terminen, ein kleines bisschen Zeit, um mich Mal wieder in die Küche zu stellen. Ich habe mich so richtig ausgetobt und was dabei herausgekommen ist, seht ihr hier. Fast ein Angel Food Cake. Fast? Ja richtig. Genau genommen ist es nämlich kein keiner, sondern einfach nur Zitronenkuchen. Klingt ein bisschen langweilig, wenn ihr mich fragt. Weder Rosmarin, noch Lemon Curd, oder Fleur de Sel haben während meines "Back-Exzesses" ihren Weg in den Teig gefunden ;) Dafür ist der Hupf waaahnsinnig leicht und locker geworden, sodass ich einfach beschlossen habe, dass es (fast) ein Angel Food Cake ist. Das klingt dann auch genau so gut wie's schmeckt. Und weil ohnehin kaum Butter drinnen ist, ist das Küchlein nicht nur geschmacklich, sondern auch für die Figur ein wahres Engelchen ;)


Ihr braucht für einen Hupf:

2 unbehandelte Zitronen
360 g Mehl
1 gehäuften Teelöffel Backpulver
1/2 Teelöffel Backnatron
gute Prise Salz
190 g Zucker
80 g Butter
3 große Eier
240 g Buttermilch 1% Fett

Für den Zitronenguss:

100 g Puderzucker
1 Esslöffel Buttermilch
Zitronensaft


1. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Zitronen waschen, die Schale abreiben, den Saft auspressen und beides beiseite stellen. Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. 

2. Die Butter in Würfel schneiden und in einer großen Schüssel aufschlagen. Den Zucker nach und nach unterrühren. Dann die Eigelbe einzeln dazugeben und dazwischen gut verrühren. 

3. Das Mehl gemeinsam mit Salz, Backpulver und Natron in eine Schüssel sieben. Jetzt abwechselnd etwas davon und etwas Buttermilch unter die Buttermasse rühren, bis alles zu einem Teig vermischt worden ist. 

4. Zitronensaft und Abrieb unter den Teig rühren. Dann vorsichtig schrittweise den Eischnee unterheben. Den Teig in eine gefettete und bemehlte Gugelhupfform füllen und für 40-45 min in den Ofen schieben. Kurz vor Schluss immer wieder schauen, ob der Hupf fertig ist. Dafür einfach die "Stäbchenprobe" machen.

5. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Für den Guss den Puderzucker in eine kleine Schüssel sieben und den Esslöffel Buttermilch hinzufügen. Dann unter Rühren soviel Zitronensaft dazumischen, bis ein dickflüssiger Zuckerguss entstanden ist. Ich mache das immer ein bisschen nach Gefühl. Einfach Schritt für Schritt immer wieder ein, zwei Teelöffel dazugeben und gut verrühren. Solange bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

6. Jetzt kommt der beste Teil. Den abgekühlten Hupf stürzen und mit dem Guss übergießen.
Kurz trocknen lassen, anschneiden und genießen 


Ich wünsche euch ein schönes und vor allem erholsames langes Wochenende! 


Sonntag, 5. April 2015

Mission Osterzopf? Abgehakt! ♡

Hallo ihr Lieben 

Wie lange warte ich schon auf diesen Post? Zumindest schon so lange, dass mich gerade Glücksgefühle überkommen, weil ich es endlich geschafft habe. Also ziemlich lange.
Nur um klarzustellen. Ich lüfte hier weder ein Geheimrezept, noch zeige ich euch ein Meisterwerk der Haute Cuisine, es geht einfach nur um einen Hefezopf.

Als ich mit dem Bloggen begonnen habe, im März vor zwei Jahren, hatte ich die FIXE Vorstellung, ich würde zu Ostern einen wunderschönen, goldgelbenen Zopf backen, ihn mit Hagelzucker bestreuen und auf dem reichlich gedeckten Ostertisch für diesen Post ihr ablichten.
 - Nur so für's Protokoll, der Zopf, der jetzt dabei herausgekommen ist, entspricht nicht ganz diesem Ideal, schmeckt aber auf jeden Fall so!

Damals habe ich es nicht geschafft und auch letztes Jahr wurde nichts aus dem mittlerweile schon Langzeitprojekt "Osterzopf". Und das obwohl ich sogar den Hagelzucker besorgt hatte!
Was mir in die Quere kam war meine Reise nach Rom. Wobei diese es ganz ehrlich wert war, meine Ostern-Blog-Träume zu zerstören ;)



Die Hagelzuckerpackung blieb also ungeöffnet, bis jetzt. 
Nun, darf ich vorstellen? Mein Osterzopf in all seiner Pracht. Keineswegs perfekt, mit Hagelzucker aus dem letzten Jahr (Zucker wird doch hoffentlich nicht schlecht?), aber lecker. Mission erfüllt.
Und jetzt soll einer Mal sagen Backen und Bloggen ist keine Leidenschaft ;)

Vielleicht stellt sich noch die Frage nach dem 'Warum'. Warum bis Ostern warten, wenn ich den Zopf auch unter dem Jahr hätte backen können?
Das habe ich ja auch, schließlich verzichte ich kein ganzes Jahr lang auf frisches Hefegebäck! ;)
Aber für mich gehören Zopf und Ostern einfach zusammen, so wie  Stollen und Weihnachten, oder Tartelettes und Sommer.


Ihr braucht für 2 kleiner Zöpfe/Knöpfe:
500 g Mehl
1 Prise Salz
270 ml Milch + eventuell etwas mehr
1 Päckchen Trockenhefe
60 g Zucker
50 g Butter
eine Handvoll Rosinen
1 Eigelb 
etwas Hagelzucker



1. Das Mehl sieben und mit dem Salz vermischen. Die Milch in einem Topf lauwarm werden lassen.

2. Etwas von der Milch in eine kleine Schüssel geben, einen Teelöffel vom Zucker und die Trockenhefe darüber streuen. Das dann für ein paar Minuten beiseite Stellen. 

3. Währenddessen die Butter in Stückchen schneiden und gemeinsam mit dem restlichen Zucker in der warmen Milch (auf dem Herd) auflösen.

4. Eine Mulde ins Mehl drücken, zuerst die Hefe und dann die Butter-Milch-Mischung einarbeiten. Wenn der Teig ein bisschen zu trocken ist, einfach noch einen Schuss Milch dazu geben.

5. Den Teig zugedeckt für 2 Stunden, an einem warmen Ort gehen lassen. Die Rosinen einarbeiten, einen Zopf flechten und diesen noch einmal eine Stunde ruhen lassen.

6. Den Ofen auf 200°C vorheizen. Das Eigelb mit etwas Milch verquirlen und den Zopf damit bestreichen. Mit dem Hagelzucker bestreuen, den Zopf auf ein vorgewärmtes Blech legen und auf mittlerer Schiene 35-40 min backen. 

Ich wünsche euch und euren Lieben ein schönes Osterfest 
Alles Liebe,

Sonntag, 22. März 2015

Einmal Frühling, bitte! {fluffige Himbeerscones} ♡

Hallo ihr Lieben 

Es ist soweit, wir haben offiziell Frühling! Wie ich mich auf diese Jahreszeit freue. 
Ich liebe es einfach morgens von den ersten Sonnenstrahlen geweckt zu werden und draußen die Vögelchen zwitschern zu hören. 
Die ersten Wiesenblümchen blühen und es duftet  überall. Da lassen sich sogar das 'wunderbare' Dauerniesen und die tränenden Augen leichter ertragen ;)

Draußen ist der Frühling also schon da. Jetzt wird es allerhöchste Zeit, wir holen ihn uns auch ins Haus, oder besser gesagt auf den Tisch. Wie wär's mit fruchtigen, lockeren Himbeerscones?
Wusstet ihr, dass diese süßen Brötchen echt leicht und schnell zu machen sind? 
Der Teig ist nämlich super pflegeleicht ;) Er muss weder gehen, noch endlos lang geknetet werden. Ihr habt also in kaum mehr als 20 min fluffige Scones auf dem Tisch.



Ihr braucht für 8 kleine Scones:
350 g Mehl
zwei Esslöffel Backpulver (1 Tütchen)
3 Esslöffel Zucker
1/2 Teelöffel Salz
85 g Butter
175 ml Milch
einen Spritzer Zitronensaft
ein Ei
eine kleine Handvoll gefrorene Himbeeren



1. Das Mehl gut mit Backpulver, Zucker und Salz vermischen.

2. Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und zum Mehl geben. Rasch mit den Händen zu Bröseln verarbeiten (verreiben). 

3. Die Milch erwärmen (nicht heiß werden lassen), einen guten Spritzer Zitronensaft dazugeben und verrühren. Kurz beiseite stellen. 

4. Den Ofen auf 220°C vorheizen. Eine Mulde in die Mehl-Butterbrösel drücken und die Milch hineinschütten. Mit einem Messer die Mischung 'zerschneiden' und so grob durmischen. Dann auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten. Der Teig soll nicht eine perfekte, homogene Kugel werden ;) Einfach so weit, bis er zusammenhält.

5. Das Ei verquirlen und auf die Seite stellen. Die gefrorenen Himbeeren ganz kurz einarbeiten. Dann den Teig mit den Händen platt drücken, bis er ca. 2 cm hoch ist. Dann mit einem runden 7 cm Ausstecher Scones ausstechen (ihr könnt auch ohne weiters ein Glas dafür nehmen). 

6. Ein heißes Backblech aus dem Ofen nehmen und mit Backpapier belegen. Die Scones draufsetzen und mit dem Ei bestreichen. Ca. 10-12 min auf mittlerer Schiene backen, bis sie goldbraun sind. 
Jetzt noch am besten warm mit etwas Marmelade genießen und fertig -  einmal Frühling auf dem Teller 

Alles Liebe,

Montag, 2. März 2015

Normale Pizza? Denkste! {quick & healthy Roggen-Pizzette} ♡

Hallo ihr Lieben 

Das letzte Mal, dass es hier Pizza gab, war damals bei diesen Leckereien hier. Aber "richtige" Pizza war das ja nicht und wenn ich recht überlege, gab es solch eine auch noch gar nicht? Großer Fehler! Pizza ist sehr lecker, aber davon muss ich glaube ich keinen überzeugen ;)

Allerdings möchte ich euch keine zu großen Hoffnungen machen. Die Pizza, die es heute gibt sieht nämlich auch nicht gerade aus, wie die vom Lieblingsitaliener. Eine gewisse Ähnlichkeit ist trotzdem da. Sie ist immerhin rund, hat einen knusprigen Rand, Tomatensauce und Mozzarella drauf und schmeckt himmlisch. Das sollten genug Gemeinsamkeiten sein, um eindeutig als Pizza durchzugehen ;)


Der wesentliche Unterschied liegt im Teig. Dieser enthält nämlich Roggenmehl (ja ich versuche mich immer noch am "Gesund-Essen-Vorsatz"). Und die Größe ist anders, wie nur unschwer zu erkennen ist ;) Die Teigfladen sind aber nicht "zufällig" zu klein geraten. Die gehören so, denn es sind Pizzette. Was das für einen Sinn hat? Abgesehen davon, dass es einfach süß aussieht, könnt ihr die kleinen Snacks so viel leichter mitnehmen und es passen gleich mehrere in den Bauch, ohne dass er platzt ;).

Ihr braucht für einige Pizzette:
115 ml warmes Wasser
1 Päckchen Trockenhefe
1 Teelöffel Zucker
1 Teelöffel Salz
240 g Roggenmehl
240 g Weizenmehl + etwas mehr
2 Esslöffel Olivenöl
150 ml warmes Wasser oder etwas mehr/weniger

Tomatensauce
Mozzarella
Cherrytomaten
und was ihr sonst so auf eurer Pizza mögt



1. In 115ml warmem Wasser den Zucker auflösen. Dann die Hefe auf die Oberfläche streuen und 5-10 min warten, bis sich Bläschen bilden. Das Salz mit dem Mehl vermischen. Dann eine Mulde bilden und das Hefe-Wasser mit dem Öl schrittweise hineinarbeiten. Dann den Teig kneten und währenddessen soviel vom übrigen warmen Wasser hinzugeben, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. 

2. Den Teig zu einer Kugel formen und in eine große Schüssel legen. Die Oberfläche mit Öl bestreichen, damit sie nicht austrocknet. Dann an einem warmen Ort 1 h 30 min ruhen lassen. Den Teig herausnehmen und die Luft kurz "herausschlagen". Zurück in die Schüssel legen und noch einmal eine halbe Stunde bis Stunde gehen lassen.

3. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen und den Teig darauf geben. Zu einer Rolle formen und in gleich große Stücke schneiden. Diese zu kleinen Kugeln formen und mit einem Nudelholz zu Fladen ausrollen. Den Ofen auf 230°C vorheizen. Die Pizzette mit Tomatensauce bestreichen und nach Belieben belegen. Bei mir waren es Cherrytomaten/ Zucchini mit Mozzarella und Oregano. 

4. Die Pizzen am besten auf dem Backofenboden oder dem untersten Blech, dass ihr vorher im Ofen heiß werden lässt, je nach Dicke 5 bis 10 min backen. Ihr müsst einfach ein bisschen probieren ;) Der Rand sollte knusprig, die Mitte durch und der Käse geschmolzen sein. Und es sollte herrlich duften! Dann wisst ihr, sie ist perfekt. 

Die ausgerollten Teiglinge eignen sich übrigens super zum Einfrieren. Das mache ich immer mit dem übriggebliebenen Teig. So könnt ihr sie einfach herausnehmen, wenn ihr Lust auf Pizza habt, sie auftauen lassen, während der Ofen aufheizt und ihr habt in etwas mehr als 10 min frische, gesunde Pizza! 

Alles Liebe,